Bundeszentralregistergesetz

Führungszeugnis - Zusätzliche Informationen

Das Führungszeugnis muss grundsätzlich persönlich bei der örtlichen Meldebehörde (Erst- oder Zweitwohnsitz) beantragen werden. Dabei ist der Personalausweis oder Reisepass vorzulegen.

Daneben kann aber auch die gesetzliche Vertretungsperson - z. B. bei Minderjährigen - einen Antrag stellen.

Bei der Antragstellung darf man sich nicht durch eine bevollmächtigte Person (z. B. Rechtsanwalt/Rechtsanwältin) vertreten lassen. Dadurch wird sichergestellt, dass keine andere Person unbefugt und ohne Wissen der Antrag stellenden Person ein Führungszeugnis beantragen kann.

Neben der persönlichen Antragstellung bei der Meldebehörde kann das Führungszeugnis dort auch schriftlich beantragt werden. In diesem Fall sind in dem formlosen Antragsschreiben an das Einwohnermeldeamt auch die Personendaten (Geburtsname, Vorname/n, evtl. abweichender Familienname, Geburtstag, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Anschrift) anzugeben. Die Unterschrift auf dem Antragsschreiben muss amtlich (§ 34 VwVfG, § 70 ZustV =  Behörden) oder öffentlich (§ 129 BGB = Notar) beglaubigt sein. Soweit nicht bereits aus der Beglaubigung der Unterschrift ersichtlich, muss die Richtigkeit der Daten nachgewiesen werden. Es wird empfohlen, sich vor der schriftlichen Antragstellung mit der zuständigen Meldebehörde - auch wegen der Gebührenbegleichung - in Verbindung zu setzen.  

Es gibt drei verschiedene Arten von Führungszeugnissen:
 

  • für private Zwecke (Belegart N) = Privatführungszeugnis
  • zur Vorlage bei einer Behörde (Belegart O) = Behördenführungszeugnis
  • zur Einsichtnahme beim Amtsgericht für den Fall von Eintragungen vor Weiterleitung an die anfordernde Behörde (Belegart P)

Das Privatführungszeugnis wird Ihnen mit der Post an die angegebene Privatadresse, die im Einzelfall auch von der Meldeadresse abweichen kann, zugesandt.

Beantragen Sie das Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde, benötigen wir die genaue Behördenadresse sowie den Verwendungszweck des Führungszeugnisses. Ein Behördenführungszeugnis wird unmittelbar der betreffenden Behörde zugesandt.

Das Führungszeugnis kostet 13,-- Euro und wird beim Bundezentralregister in Bonn ausgestellt. Dieser Betrag ist bei Antragstellung zu entrichten.

Ein Führungszeugnis kann ab dem vollendeten 14. Lebensjahr beantragt werden.

Nach einer Bearbeitungszeit von ca. 8 Tagen wird es, je nach beantragter Belegart, entweder an Sie direkt oder an die jeweilige Behörde geschickt.

Personen die sich im Ausland befinden müssen das Führungszeugnis direkt beim Bundesamt für Justiz - Bundeszentralregister - beantragen. Informationen finden Sie unter
www.bundesjustizamt.de.



Das erweiterte Führungszeugnis

Seit dem 1. Mai 2010 kann eine Privatperson neben dem „normalen“ Führungszeugnis ein erweitertes Führungszeugnis für private Zwecke oder zur Vorlage bei einer Behörde beantragen. Der Antrag ist unter Vorlage einer schriftlichen Aufforderung, in der die Person, die das erweiterte Führungszeugnis vom Antragsteller verlangt (z.B. Arbeitgeber), bestätigt, dass die Voraussetzungen nach § 30 a Abs. 1 Bundeszentralregistergesetz - BZRG vorliegen, bei der Meldebehörde zu stellen.



Das Europäische Führungszeugnis

Personen, die - neben oder anstatt der deutschen - die Staatsangehörigkeit eines oder mehrerer anderer Mitgliedsstaaten der Europäischen Union besitzen ist gemäß § 30 b BZRG zwingend ein Europäisches Führungszeugnis zu erteilen. Dieses enthält neben dem deutschen Führungszeugnis die Mitteilung über Eintragungen im Strafregister des Herkunftsmitgliedstaates in der übermittelten Sprache, sofern der Herkunftsmitgliedstaat eine Übermittlung nach seinem Recht vorsieht. Ein Europäisches Führungszeugnis wird beim Vorliegen der Voraussetzungen - je nach Antrag - sowohl als Privatführungszeugnis, als auch das Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde bzw. als erweitertes Führungszeugnis erteilt.

Wird ein Europäisches Führungszeugnis beantragt, ersucht das Bundesamt für Justiz den Herkunftsmitgliedstaat um Mitteilung des dortigen Registerinhalts, damit dieser in das Führungszeugnis aufgenommen werden kann. Eine Übersetzung und eine inhaltliche Überprüfung der mitgeteilten Angaben erfolgt nicht. Zur Übermittlung des Beitrags gewähren die zugrunde liegenden europäischen Vorschriften dem Herkunftsmitgliedstaat eine Frist von zwanzig Arbeitstagen.

Der Herkunftsmitgliedstaat beantwortet ein Ersuchen um Mitteilung des dortigen Registerinhalts nur nach Maßgabe seines innerstaatlichen Rechts. Bestimmte EU-Mitgliedstaaten haben bisher (noch) keine entsprechenden gesetzlichen Regelungen, die eine Erteilung von Registerinformationen für ein Europäisches Führungszeugnis ermöglichen würden, umgesetzt.

Das Europäische Führungszeugnis kostet 13 Euro. 

Für Sie zuständig

AnsprechpartnerTelefonTelefaxZimmerE-Mail
Simone Kraus
Sachbearbeiterin
09935 9500-1309935 9500-71303simone.kraus@stephansposching.de

Entstehende Kosten

Die Gebühr für ein Führungszeugnis ist bei der Antragstellung zu entrichten und beträgt 13,00 € bzw. 17 € für das Europäische Führungszeugnis.

Informationen des Bayerischen Behördenwegweisers

Anschrift

Gemeinde Stephansposching

Deggendorfer Str. 6

94569 Stephansposching

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Telefon: 09935 9500-0

Fax: 09935 9500-99

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